9/11 im Mainzer Landtag: Beck erinnert sich nach 25 Jahren
9/11 im Mainzer Landtag: Beck erinnert sich nach 25 Jahren
Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.
Ein Mitarbeiter der Staatskanzlei holt ihn aus dem Sitzungssaal. Kurt Beck hat gerade seine Rede im Mainzer Landtag beendet. Es ist der 11. September 2001. Was danach auf dem Bildschirm erscheint, brennt sich in sein Gedächtnis. 25 Jahre nach den Terroranschlägen auf New York und Washington erinnert der frühere rheinland-pfälzische Ministerpräsident an jenen Tag.
Ein normaler Dienstag
Für Beck beginnt der 11. September 2001 wie jeder andere Sitzungstag. Der SPD-Politiker spricht im Landtag, kehrt an seinen Platz zurück. Dann kommt der Mitarbeiter. Beck folgt ihm ins Büro. Dort sieht er die Fernsehbilder aus Manhattan. Die Türme des World Trade Center brennen. Kurz darauf stürzen sie ein.
Was Beck in diesem Moment empfindet, beschreibt er heute als schier unglaublich. Die Bilder, sagt er, lassen sich nicht vergessen.
Rheinland-Pfalz und die US-Streitkräfte
Die Anschläge treffen Rheinland-Pfalz besonders. Das Land hat mehrere große amerikanische Militärstandorte. Ramstein in der Westpfalz ist einer der wichtigsten US-Luftwaffenstützpunkte außerhalb der Vereinigten Staaten. Kaiserslautern gilt mit seiner US-Gemeinde als die größte amerikanische Militärsiedlung außerhalb der USA.
Die Verbindung zwischen Rheinland-Pfalz und Amerika reicht weit in die Nachkriegsgeschichte zurück. Der 11. September 2001 macht sie greifbar und rückt das ferne Amerika plötzlich in unmittelbare Nähe.
Folgen für Politik und Sicherheit
Die Anschläge verändern die deutsche Sicherheitspolitik grundlegend. Bundeswehrsoldaten rücken in Auslandseinsätze aus. Geheimdienste erhalten neue Befugnisse. Flughäfen, Bahnhöfe und Behörden verschärfen ihre Kontrollen.
In Rheinland-Pfalz betrifft das vor allem die Standorte mit militärischer Bedeutung. Ramstein und die Verbindungswege dorthin rücken in den Fokus. Sicherheitsbehörden in Mainz, Koblenz und Kaiserslautern passen ihre Konzepte an.
Beck sorgt sich um das transatlantische Verhältnis
25 Jahre nach 9/11 blickt Beck auch auf die Gegenwart. Das Verhältnis zwischen Europa und den USA hat sich verändert. Die gemeinsamen Werte, die nach 2001 beschworen wurden, stehen auf dem Prüfstand.
Beck äußert Sorge um die transatlantische Partnerschaft. Das Band, das nach den Anschlägen so eng schien, ist brüchiger geworden. Rheinland-Pfalz mit seinen amerikanischen Militärgemeinschaften spürt diese Verschiebung unmittelbar.
Gedenken in Rheinland-Pfalz
Zum 25. Jahrestag der Anschläge erinnern Gedenkveranstaltungen an die Opfer. Rund 3.000 Menschen starben am 11. September 2001 in New York, Washington und Pennsylvania. Viele hatten Verbindungen nach Deutschland, einige nach Rheinland-Pfalz.
An den US-Standorten im Land pflegen amerikanische und deutsche Gemeinschaften das Gedenken gemeinsam. Der Jahrestag ist dort kein abstrakter Rückblick. Er betrifft Menschen, die Angehörige verloren haben.
25 Jahre danach
Der 11. September 2001 hat Rheinland-Pfalz direkt berührt, politisch, militärisch und menschlich. Kurt Beck hat diesen Tag im Amt erlebt. Seine Erinnerung daran ist auch ein Zeugnis für die enge Verbindung des Landes mit den Vereinigten Staaten. 25 Jahre später ist diese Verbindung komplizierter geworden. Die Bilder von damals bleiben.