Dürre lässt Winterfutter für Tiere in RLP früh schwinden

Dürre lässt Winterfutter für Tiere in RLP früh schwinden

Die Sommerdürre 2026 zehrt an den Futtervorräten der Landwirte in Rheinland-Pfalz. Tierhalter greifen bereits auf Winterbestände zurück.
Veröffentlicht am 24. August 2026
Dürre lässt Winterfutter für Tiere in RLP früh schwinden

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Vertrocknete Wiesen, kümmernder Mais, kein dritter Grasschnitt in Sicht: Die Dürre des Sommers 2026 trifft die Landwirtschaft in Rheinland-Pfalz hart. Viele Tierhalter greifen bereits jetzt auf Futtermittelvorräte zurück, die eigentlich für den Winter gedacht sind. Ein Ende der Trockenheit ist nicht absehbar.

Nur zwei Grasschnitte statt drei

In einem normalen Jahr schaffen Grünlandbetriebe in Rheinland-Pfalz drei Grasschnitte. In diesem Sommer blieb es vielerorts bei zwei. Die anhaltende Hitze und der ausbleibende Regen ließen die Wiesen vertrocknen. Neues Gras wächst kaum nach.

Die Silage- und Heuvorräte, die normalerweise erst im Herbst angebrochen werden, sind jetzt schon im Einsatz. Betriebe im Eifelkreis Bitburg-Prüm, im Hunsrück und im Westerwald berichten von ähnlichen Problemen. Auf den Weiden werden Tiere bereits mit Zufütterung versorgt, obwohl der Sommer noch läuft.

Betriebe, die noch Reserven aus dem Vorjahr besitzen, sind derzeit klar im Vorteil. Wer keine solchen Rücklagen hat, muss Futtermittel zukaufen oder früher schlachten als geplant.

Mais unter Stress, Ernte vor der Zeit

Auch der Mais leidet. In weiten Teilen von Rheinland-Pfalz zeigen die Pflanzen Trockenstress. Die Körner entwickeln sich nicht vollständig, die Erträge fallen geringer aus als erhofft. Einige Betriebe ernten den Mais vorzeitig, weil er in Notreife gegangen ist.

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Mais ist für viele Milchvieh- und Rinderbetriebe ein zentrales Grundfutter. Fällt die Ernte mager aus, fehlt dieser Baustein in der Winterfütterung. Das zwingt Landwirte dazu, teurere Ersatzfuttermittel zu kaufen.

Regionale Lage in Rheinland-Pfalz

Berichte aus dem Raum Koblenz bestätigen das Bild. Dort blieb es ebenfalls bei nur zwei Grünlandschnitten. Die Betriebe griffen zu einem großen Teil bereits auf Reserven des Vorjahres zurück. Ähnliche Meldungen kommen aus der Pfalz und der Eifel.

Wann ein dritter Schnitt noch möglich ist, hängt vom Regen ab. Fällt er aus, verschärft sich die Lage weiter. Selbst wenn es in den nächsten Wochen ausreichend regnet, werden die meisten Betriebe keine nennenswerten Reserven für das kommende Jahr aufbauen können.

Wirtschaftlicher Druck auf die Betriebe

Futtermittel zuzukaufen kostet Geld. Für viele kleine und mittlere Betriebe ist das eine erhebliche finanzielle Belastung. Gleichzeitig lassen sich höhere Kosten nicht immer an den Markt weitergeben. Die Erzeugerpreise für Milch und Fleisch werden nicht automatisch angepasst, wenn die Produktionskosten steigen.

Ob staatliche Hilfen greifen werden, ist derzeit noch unklar. Aus anderen Bundesländern wie Baden-Württemberg ist bekannt, dass die Ministerien die Lage beobachten. Konkrete Förderprogramme für Rheinland-Pfalz wurden bis zum Redaktionsschluss nicht angekündigt.

Fazit

Die Dürre des Sommers 2026 hinterlässt in der rheinland-pfälzischen Landwirtschaft deutliche Spuren. Viele Betriebe stehen vor einem schwierigen Herbst und Winter. Die Futterreserven schmelzen früher als geplant. Ob ausreichend Regen kommt, um die Lage zu entspannen, ist die offene Frage der nächsten Wochen.