Magnitude 3,4: Beben bei Bobenheim-Roxheim bis Mannheim spürbar

Magnitude 3,4: Beben bei Bobenheim-Roxheim bis Mannheim spürbar

Ein Erdbeben der Magnitude 3,4 erschüttert am Donnerstag die Pfalz und ist bis Mannheim, Baden-Württemberg und Südhessen spürbar.
Veröffentlicht am 11. September 2026
Magnitude 3,4: Beben bei Bobenheim-Roxheim bis Mannheim spürbar

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Um 17:27 Uhr MESZ bebte am Donnerstag die Erde in der Pfalz. Ein Erdbeben der Magnitude 3,4 traf die Region um Worms und war bis ins benachbarte Baden-Württemberg zu spüren. Das Epizentrum lag nach Angaben des Erdbebendienstes Südwest bei Bobenheim-Roxheim, einem Ort im Rhein-Pfalz-Kreis nördlich von Ludwigshafen.

Erschütterungen in drei Bundesländern

Das Beben war in einem Radius von rund 20 Kilometern um das Epizentrum deutlich wahrnehmbar. In Mannheim, 26 Kilometer vom Epizentrum entfernt, registrierte die Polizei Erschütterungen. Bewohner berichteten von wackelnden Wänden und Betten. In Frankenthal und Ludwigshafen liefen ebenfalls Notrufe ein.

Das Hypozentrum lag in einer Tiefe von 10 Kilometern. Der Erdbebendienst Südwest stufte das Ereignis auf der Warnplattform Katwarn als „schwaches Erdbeben“ ein. Die Behörden wiesen darauf hin, dass die Messdaten auf automatischen Berechnungen basierten und noch nicht abschließend geprüft waren.

Worms und Bobenheim-Roxheim im Zentrum

Bobenheim-Roxheim liegt zwischen Worms und Frankenthal. Die Gemeinde hat rund 9.000 Einwohner. Das Beben traf die Region am späten Donnerstagnachmittag, als viele Menschen noch im Alltag unterwegs oder zuhause waren.

In Worms selbst gingen laut Berichten zahlreiche Notrufe ein. Viele Anwohner hatten zunächst einen lauten Knall wahrgenommen, bevor die Erschütterungen einsetzten. Bei oberflächennahen Beben ist das nicht ungewöhnlich: Die Schallwellen breiten sich ähnlich schnell aus wie die Erschütterungen selbst.

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Auch Südhessen betroffen

Das Beben blieb nicht auf Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg beschränkt. Auch aus Südhessen meldeten Bewohner spürbare Erschütterungen. Schäden an Gebäuden wurden bislang aus keinem der betroffenen Gebiete gemeldet.

Erdbebengefährdete Zone am Oberrhein

Die Region um den Oberrhein gehört zu den seismisch aktivsten Gebieten Deutschlands. Der Oberrheingraben ist geologisch ein tektonisches Rift, ein Bereich, in dem die Erdkruste auseinanderdriftet. Historisch kam es hier immer wieder zu spürbaren Beben.

Ein starkes historisches Beben in dieser Region ereignete sich 1356 in Basel. Seitdem verzeichnen Seismologen regelmäßig kleinere und mittlere Ereignisse entlang des Grabens. Beben unter der Magnitude 4,0 verursachen in der Regel keine Schäden an stabilen Gebäuden.

Warnsystem Katwarn informierte rasch

Der Erdbebendienst Südwest sendete die Meldung kurz nach dem Ereignis über die Warn-App Katwarn. Die automatisierte Auswertung ermöglichte eine schnelle Information der Bevölkerung. Die Behörden betonten, dass solche Erstmeldungen stets vorläufig sind. Endgültige Magnitude und genaues Epizentrum werden erst nach manueller Auswertung bestätigt.

Fazit

Das Beben vom 10. September 2026 war für die Region ungewohnt, geologisch aber erklärbar. Die Lage am Oberrheingraben macht solche Ereignisse möglich. Hinweise auf Schäden gibt es bislang keine. Die Behörden werten die Messdaten weiter aus.