Mensapreise in RLP teils 50 Prozent teurer als 2021
Mensapreise in RLP teils 50 Prozent teurer als 2021
Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.
Wer in Rheinland-Pfalz studiert, zahlt für sein Mittagessen in der Mensa deutlich mehr als noch vor vier Jahren. Laut einer Übersicht des Wissenschaftsministeriums sind die Durchschnittspreise bei einigen Studierendenwerken seit 2021 um bis zu rund 50 Prozent gestiegen. Die grüne Landtagsfraktion sieht das Land in der Pflicht und verlangt Unterstützung.
Konkrete Zahlen aus Koblenz und anderen Standorten
Die Zahlen sind deutlich. In Koblenz stieg der gemittelte Preis für alle Gerichte von 2,60 Euro im Jahr 2021 auf 3,30 Euro im vergangenen Jahr. Das entspricht einem Anstieg von 70 Cent. Bei anderen Studierendenwerken im Land fiel der Preissprung noch deutlicher aus. Dort lagen die Erhöhungen bei 1,40 beziehungsweise 1,45 Euro pro Gericht innerhalb von vier Jahren.
Das Wissenschaftsministerium hat diese Entwicklung in einer Übersicht dokumentiert. Die Preissteigerungen betreffen mehrere Standorte in Rheinland-Pfalz.
Grüne fordern Handeln des Landes
Die grüne Landtagsfraktion hat die Zahlen zum Anlass genommen, Druck auf die Landesregierung auszuüben. Sie fordert, dass das Land die Studierendenwerke finanziell stärker unterstützt, um bezahlbare Mahlzeiten für Studierende zu sichern.
Die Grünen sehen die Preisentwicklung als Folge gestiegener Lebensmittel- und Energiekosten, die die Studierendenwerke an die Studierenden weitergegeben haben.
Studierendenwerke unter Kostendruck
Studierendenwerke sind gemeinnützige Einrichtungen. Sie finanzieren sich über Semesterbeiträge, staatliche Zuschüsse und Einnahmen aus Cafeterien und Mensen. Reichen diese Mittel nicht aus, bleibt oft nur die Preiserhöhung.
Das Problem beschränkt sich nicht auf Rheinland-Pfalz. Auch in anderen Bundesländern kämpfen Studierendenwerke mit steigenden Kosten. In Niedersachsen etwa kündigte das Göttinger Studierendenwerk zuletzt eine Erhöhung um 40 Cent pro Mahlzeit an.
Was bedeutet das für Studierende in Mainz, Trier und Kaiserslautern?
Für viele Studierende ist die Mensa die günstigste Möglichkeit, mittags warm zu essen. Wer kein hohes BAföG bekommt oder nicht nebenbei arbeitet, spürt die Preissteigerungen direkt im Geldbeutel. An Hochschulstandorten wie Mainz, Trier, Kaiserslautern und Koblenz leben viele Studierende mit knappem Budget.
Ein Anstieg von 1,40 Euro pro Mahlzeit klingt zunächst gering. Über einen Monat mit 20 Werktagen summiert sich das jedoch auf 28 Euro zusätzlich, über ein Semester auf mehrere hundert Euro.
Land bislang ohne klare Antwort
Eine konkrete Reaktion der Landesregierung auf die Forderungen der Grünen liegt bislang nicht vor. Das Wissenschaftsministerium hat die Daten dokumentiert. Ob und in welcher Form das Land die Studierendenwerke zusätzlich fördern wird, ist offen.
Günstige Hochschulverpflegung unter Druck
Die Mensa galt jahrzehntelang als Symbol für erschwingliches Essen im Studium. Steigerungen von bis zu 50 Prozent in vier Jahren belasten dieses Angebot. Die Politik muss entscheiden, ob sie die Studierendenwerke stärker finanziert oder die Kostenlast bei den Studierenden belässt. Die Forderung der Grünen ist formuliert. Eine Antwort des Landes steht aus.