RLP plant systematische Gründungsbegleitung für Uni-Forscher
RLP plant systematische Gründungsbegleitung für Uni-Forscher
Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.
Rheinland-Pfalz will den Weg von der Forschung in die Wirtschaft neu gestalten. Das Land plant, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Universitäten systematisch bei Unternehmensgründungen zu begleiten. Wissenschaftsminister Clemens Hoch hat das Vorhaben öffentlich angekündigt.
Partner statt Einzelkämpfer
Der Kern des Plans: Forschende sollen nicht länger allein versuchen, ihre Ergebnisse zu vermarkten. Das Land will ihnen konkrete Partner an die Seite stellen, die helfen, aus einer wissenschaftlichen Idee ein tragfähiges Geschäftsmodell zu entwickeln.
Hoch formulierte das Ziel klar. Den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an den Universitäten solle sehr viel systematischer ein Angebot gemacht werden. Partner sollen dabei helfen, Forschung mit einer Geschäftsidee zu hinterlegen. Das Land geht damit über bisherige, eher punktuelle Förderangebote hinaus.
Vom Labor zum Markt
Der Übergang von der Grundlagenforschung zur Unternehmensgründung gilt als einer der schwierigsten Schritte im Innovationsprozess. Viele Forschende haben technisches Fachwissen, aber kaum betriebswirtschaftliche Kenntnisse. Genau hier setzt das neue Konzept an.
Rheinland-Pfalz setzt auf ein strukturiertes Begleitangebot. Forschende sollen frühzeitig erkennen, welches wirtschaftliche Potenzial ihre Arbeit birgt. Dazu brauchen sie Gesprächspartner aus der Praxis. Das Land will diese Verbindung herstellen.
Bestehende Strukturen als Grundlage
Rheinland-Pfalz hat bereits ein Netz an Innovationszentren und Förderprogrammen für Gründerinnen und Gründer. Das neue Vorhaben soll diese Strukturen ergänzen, nicht ersetzen.
Universitäten in Mainz, Trier, Kaiserslautern-Landau und Koblenz sind dabei zentrale Ankerpunkte. An diesen Hochschulen entsteht Forschung mit wirtschaftlichem Potenzial, an der die neue Unterstützung direkt ansetzen soll.
Wirtschaftsstandort stärken
Hinter dem Vorhaben steckt auch ein wirtschaftspolitisches Interesse. Rheinland-Pfalz will den eigenen Standort als Gründungsregion stärken. Wissen, das an Hochschulen im Land entsteht, soll möglichst auch im Land verbleiben und wirtschaftlich wirksam werden.
Start-ups aus der Wissenschaft schaffen Arbeitsplätze und bringen neue Technologien in den Markt. Das soll die Wettbewerbsfähigkeit des Landes gegenüber anderen Regionen in Deutschland und Europa stärken.
Konkrete Umsetzung noch offen
Wie genau die Partnervermittlung organisiert wird, hat das Ministerium bislang nicht im Detail kommuniziert. Offen ist auch, welche Ressourcen das Land dafür bereitstellen will.
Minister Hoch hat das Thema zur Chefsache erklärt. Die Umsetzung wird zeigen, ob dem Anspruch eine verlässliche Struktur folgt.