Südpfalz: 60-Jähriger tötet Ex-Partnerin in Billigheim-Ingenheim
Südpfalz: 60-Jähriger tötet Ex-Partnerin in Billigheim-Ingenheim
Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.
Eine 53-jährige Frau ist am Freitagabend in Billigheim-Ingenheim mit einem Messer getötet worden. Als Tatverdächtiger gilt ihr ehemaliger Lebensgefährte. Der 60-Jährige sitzt seit dem 28. August 2026 in einer Justizvollzugsanstalt.
Angriff mit einem Küchenmesser
Der Tatverdächtige soll mehrfach mit einem Küchenmesser auf die Frau eingestochen haben. Das teilten die Staatsanwaltschaft Landau in der Pfalz und das Polizeipräsidium Rheinpfalz gemeinsam mit. Die Frau erlag ihren Verletzungen. Weitere Details zum genauen Tatort und Tathergang nannten die Behörden zunächst nicht.
Billigheim-Ingenheim liegt im Landkreis Südliche Weinstraße in der Südpfalz und hat rund 3.500 Einwohner. Die Ermittlungen laufen unter Federführung der Staatsanwaltschaft Landau.
Haftbefehl erlassen, Verdächtiger in JVA
Gegen den 60-Jährigen wurde Haftbefehl erlassen. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die Behörden bestätigten, dass er der ehemalige Lebensgefährte des Opfers war. Eine Beziehungstat gilt als wahrscheinlich. Zum genauen Motiv machten die Behörden bislang keine Angaben.
Gewalt in Beziehungen
In Rheinland-Pfalz gibt es ein Netz aus Beratungsstellen und Frauenhäusern, die Betroffenen rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Dennoch enden manche Trennungen tödlich.
Bundesweit stirbt nach Angaben des Bundeskriminalamts statistisch gesehen jeden dritten Tag eine Frau durch ihren Partner oder Ex-Partner. Die sogenannte Femizid-Debatte wird in Deutschland seit Jahren geführt. Konkrete gesetzliche Verschärfungen sind bislang begrenzt geblieben.
Ermittlungen dauern an
Die Staatsanwaltschaft Landau prüft die strafrechtliche Einordnung der Tat. Ob Mord oder Totschlag vorliegt, entscheidet sich unter anderem anhand der Tatumstände und des Motivs. Der 60-Jährige kann sich in der Untersuchungshaft anwaltlich vertreten lassen. Polizei und Staatsanwaltschaft haben weitere gemeinsame Informationen angekündigt, sobald die Ermittlungen fortgeschritten sind.