Waldbrand am Rotenfels: Kampfmittel erschweren Löscharbeiten
Waldbrand am Rotenfels: Kampfmittel erschweren Löscharbeiten
Am Rotenfels im Kreis Bad Kreuznach kämpft die Feuerwehr gegen einen Waldbrand. Rund drei Hektar Wald stehen in Flammen, das entspricht etwa vier Fußballfeldern. Der Einsatz ist gefährlich: Im Boden liegt Weltkriegsmunition, die durch die Hitze immer wieder explodiert.
Steiles Gelände, Munition, Rauch: Einsatz unter extremen Bedingungen
Das Feuer brennt in steilem und unwegsamem Gelände. Die Einsatzkräfte können nur schwer an den Brand herankommen. Immer wieder detonieren kleinere Mengen Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg, was die Feuerwehr zwingt, Abstand zu halten.
Alexander Roßkopf, Inspekteur des Brand- und Katastrophenschutzes im Kreis Bad Kreuznach, rechnet damit, dass am Ende eine Fläche von bis zu sechs Hektar zerstört sein wird, doppelt so viel wie der aktuelle Brandbereich.
Teile des betroffenen Gebiets wurden vorsorglich geräumt. Die Munitionsfunde machten ein geordnetes Vorrücken der Löschkräfte unmöglich. Auch der Funkverkehr der Einsatzkräfte war zeitweise durch das Feuer bedroht.
Hitze befeuert Waldbrandgefahr in ganz Rheinland-Pfalz
Der Brand am Rotenfels ist kein Einzelfall. Die anhaltende Hitze sorgt landesweit für erhöhte Waldbrandgefahr. In Mainz verzeichnete die Feuerwehr ein hohes Einsatzaufkommen wegen der Temperaturen. In der Verbandsgemeinde Westerburg verhinderte eine aufmerksame Spaziergängerin einen größeren Brand, indem sie rechtzeitig Rauchentwicklung im Wald meldete.
Waldbrände entstehen in Rheinland-Pfalz fast immer durch menschliche Einflüsse. Die Landesforsten weisen seit Jahren darauf hin. Bei anhaltender Trockenheit und Hitze reicht ein kleiner Funke, um große Flächen zu zerstören.
Feuerwehren im Dauereinsatz
Die Einsatzzahlen der Feuerwehren in Rheinland-Pfalz sind hoch. Allein beim Presseportal lagen zuletzt 481 gemeldete Feuerwehreinsätze aus dem Land vor, darunter Waldbrände und Kohlenmonoxid-Warnungen in Wohngebäuden.
Am Rotenfels koordinieren die Behörden den Einsatz weiterhin mit Vorsicht. Solange die Munition im Boden liegt, bleibt der Zugang zum Brandgebiet eingeschränkt. Die Feuerwehr bekämpft das Feuer deshalb vor allem aus der Distanz und aus der Luft.
Viele Unbekannte
Schwieriges Gelände, Hitze und Kriegsmunition im Boden erschweren jeden Löschversuch. Wie groß der Schaden am Ende ausfällt, war am Samstagabend noch offen. Die Einsatzkräfte blieben vor Ort.