Zehn von 150 Weißstörchen aus RLP auf dem Zug verendet

Zehn von 150 Weißstörchen aus RLP auf dem Zug verendet

Zehn von 150 besenderten Weißstörchen aus Rheinland-Pfalz sind während ihres Zugs in die afrikanischen Winterquartiere verendet.
Veröffentlicht am 20. September 2026
Zehn von 150 Weißstörchen aus RLP auf dem Zug verendet

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Zehn Weißstörche sind tot. Kurz nach dem Start in die Winterquartiere vermeldet das Storchenzentrum Bornheim erste Verluste. Von 150 mit Senderringen ausgestatteten Tieren aus Rheinland-Pfalz haben bereits zehn den Zug nicht überlebt. Die übrigen Vögel sind auf dem Weg nach Spanien, Marokko oder in afrikanische Länder südlich der Sahara.

Sender zeigen den Weg der Störche

Das Storchenzentrum Bornheim bei Freinsheim in der Pfalz betreut die Tiere und verfolgt ihre Routen. Die Sender übertragen Positionsdaten in Echtzeit. Interessierte können das Zugverhalten über eine App verfolgen. Viele der besenderten Vögel haben bereits die Iberische Halbinsel erreicht. Andere zogen weiter bis nach Nordafrika.

Der Vogelzug der Weißstörche aus Rheinland-Pfalz beginnt typischerweise im August. Die Tiere fliegen auf zwei verschiedenen Routen nach Süden. Eine Route führt über Spanien und Gibraltar nach Westafrika, die andere über den Bosporus in Richtung Ostafrika.

Schwierige zweite Saisonhälfte

Bereits vor dem Abzug bereitete die Saison den Vogelschützern Probleme. Ab August nahmen die Mitarbeiter des Storchenzentrums Bornheim Tiere mit erheblichen Gefiederschäden auf. Die zweite Hälfte der Brutsaison belastete die Pflegestationen stark. Genaue Ursachen für die Gefiederschäden nannten die Verantwortlichen nicht öffentlich.

Gefiederschäden schwächen Zugvögel erheblich. Beschädigte Federn mindern die Flugleistung, betroffene Tiere verbrauchen mehr Energie pro Kilometer. Auf langen Strecken über mehrere tausend Kilometer kann das den Ausgang des Zuges bestimmen.

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Gefahren auf der Zugroute

Der Vogelzug birgt für Weißstörche zahlreiche Risiken. Kollisionen mit Stromleitungen gehören zu den häufigsten Todesursachen. Auch Windkraftanlagen können für Zugvögel gefährlich werden. Hinzu kommen Wetterextreme, Nahrungsmangel an Zwischenstationen und Jagd in manchen Durchzugsländern.

Rheinland-Pfalz ist eines der wichtigen Brutgebiete für Weißstörche in Deutschland. Entlang des Rheintals, in der Pfalz und in der Eifel brüten regelmäßig Störche. Das Storchenzentrum Bornheim koordiniert Schutzmaßnahmen und die Beringung der Tiere im Land.

Monitoring hilft dem Artenschutz

Die Senderringe liefern Daten für die Forschung. Wissenschaftler können damit Zugrouten und Rastplätze dokumentieren. Die Informationen fließen in Schutzkonzepte ein, Behörden und Naturschutzorganisationen nutzen sie, um gefährdete Rastgebiete besser zu sichern.

Die App-Funktion zur Verfolgung der Störche macht das Monitoring auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Schulklassen und Naturschutzverbände in Rheinland-Pfalz nutzen die Daten für Bildungsarbeit, um auf die Bedrohungen aufmerksam zu machen, denen Zugvögel ausgesetzt sind.

Ausblick

Der Verlust von zehn besenderten Tieren zeigt, wie riskant der Vogelzug ist. Das Storchenzentrum Bornheim wird die Daten der Saison auswerten. Die Erkenntnisse sollen helfen, Schutzmaßnahmen für künftige Brutjahre in Rheinland-Pfalz zu verbessern. Wie viele der verbleibenden 140 Störche ihre Winterquartiere erreichen, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.